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Förderschwerpunkt GE

Gemeinsam verschieden – und das mit Erfolg!

Förderschwerpunkt

Geistige Entwicklung

Seit dem Schuljahr 2020/21 leben wir am Margot-Friedländer-Gymnasium ein Herzensprojekt: In jeweils einer Klasse der Jahrgänge 7–10 lernen drei Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung gemeinsam mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern.

Was zunächst als mutiger Schulversuch auf Initiative des Schulleiters begann, ist heute fester Bestandteil und echtes Erfolgsmodell unseres Schullebens geworden. Denn: Vielfalt bereichert – und das spüren wir jeden Tag!

Warum überhaupt Inklusion am Gymnasium?
Diese Frage hören wir immer wieder. Unsere Antwort ist einfach: Weil es funktioniert – und weil es gut tut!

Unsere Schüler*innen mit Förderbedarf entwickeln sich in dem positiven, wertschätzenden Umfeld unseres Gymnasiums überaus erfreulich. Durch eine kluge Unterrichtsorganisation, engagierte Teams und eine Schulgemeinschaft, die Zusammenhalt lebt, entstehen täglich kleine und große Erfolgsgeschichten.

Gemeinsam stark für Inklusion: Frau Mleczak und Frau Mennekes gestalten gemeinsam einen inklusiven Unterricht, der sowohl Kurzgeschichten als auch Zahlen im Zahlenraum bis 1000000 für alle zugänglich macht. (November 2024)

Individuell gefördert – mitten im Schulleben
Jede Schülerin und jeder Schüler mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung hat zu Schuljahresbeginn einen individuellen Stundenplan, passend zu den eigenen Bedürfnissen und Zielen.

Etwa die Hälfte der Unterrichtszeit verbringen sie im Klassenverband, die andere Hälfte in der Kleingruppe – mit lebenspraktischen Inhalten, Berufsorientierung und ganz viel Raum, die Welt aktiv zu erkunden.

Und das Beste: Sie sind mittendrin, nicht außen vor.

Räume mit Herz und Verstand
In den letzten fünf Jahren haben wir zwei liebevoll ausgestattete Kleingruppenräume im Oberstufentrakt geschaffen – zentral in der Schule. Seit Kurzem stehen uns auch eine Lehrküche und eine Werkstatt zur Verfügung – perfekt für Projekte, WAT-Unterricht und allerlei kreative Ideen. Mit anderen Worten: Hier wird gelernt, gewerkt, gekocht, gelacht – und manchmal auch einfach gefeiert.

Februar 2025 und 202: Schüler:innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf GE (unser Schulversuch Inklusion) aus den Klassen 7 bis 10 richten ein Catering mit belegten Brötchen und Broten für die Lehrkräfte des Probeunterrichts am Kant-Gymnasium aus.

Unser multiprofessionelles Team
Damit das alles so wunderbar klappt, braucht es natürlich mehr als nur gute Absichten.
Unser sympathisches Inklusionsteam besteht aus Sonderpädagoginnen, pädagogischen Unterrichtshilfen, einer Betreuerin, dem Schulhund-Team (Sky und Frau Klitscher) sowie unserem sozialpädagogischen Team, einer Mitarbeiterin der Agentur für Arbeit und den Expertinnen für Berufsorientierung. Kurz gesagt: Viele Köpfe, ein Ziel – jeden Menschen individuell stark machen.

Vordere Reihe: Frau Fuhrmeister-Jensch (Systemische Beraterin), Frau Mennekes (Sonderpädagogin), Frau Weiß (Sonderpädagogin im Referendariat), Sky (Schulhund)
Hintere Reihe: Frau Braun (Pädagogische Unterrichtshilfe (PU) 10f), Frau Lakmes (Lehrerin/ Organisation), Herr Süßmuth (Sonderpädagoge), Herr Dimter (Pädagogische Unterrichtshilfe (PU) 7f), Frau Lutz (PU 9f), Herr Breitenbach (Sonderpädagoge/ Wirtschaft-Arbeit-Technik (WAT) im Referendariat), Frau Diko-Watzke (Betreuerin, ausgeschieden), Frau Grabert (Sonderpädagogin), Frau Frischmuth (ausgeschieden), Frau Klitscher (Lehrerin, Schulhund)

Abschlüsse? Nein.  –  Perspektiven? Jede Menge!
Unsere Schüler und Schülerinnen mit Förderbedarf Geistige Entwicklung werden nicht benotet und absolvieren keinen regulären Schulabschluss – aber sie sammeln wertvolle Erfahrungen, entwickeln Selbstvertrauen und finden, dank intensiver Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, passende Praktikums- und Berufswege.

Und manchmal entstehen daraus ganz eigene Erfolgsgeschichten – wie die unseres ehemaligen Schülers Manuel, der jetzt als Hausmeistergehilfe ein fester Teil unseres Teams ist.

Andere Absolventen und Absolventinnen nehmen im Anschluss an die 10. Klasse an IBA-Lehrgängen (Integrierte Berufsausbildungsvorbereitung) an anderen Schulen teil.

Förderung – mit Herz, Kopf und Humor
Neben den klassischen Unterrichtsfächern fördern wir auch das, was im Leben wirklich zählt: Persönlichkeit, Selbstbewusstsein und soziales Miteinander.
Ob beim Schulhund Sky, bei den „Carossas Talents“, dem Adventsbasar oder beim Buffet für den Tag der offenen Tür – unsere Schüler*innen sind mit Begeisterung dabei.
Und wir? Wir sind sehr stolz.

Im Einsatz: unser höchst gutmütiger Schulhund Sky mit einer Ausbildung zum Therapie-Hund. Frau(chen) Klitscher sieht’s mit Freude.

Elternkreis Inklusion – Austausch mit Herz
Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist die enge Zusammenarbeit mit den Eltern. In unseren regelmäßig stattfindenden Elternkreisen gibt es Raum für Fragen, Austausch und gemeinsames Lachen.

Feedback, das motiviert
Die Rückmeldungen von Eltern, Kolleginnen und den Kindern selbst sagen alles: Unsere Inklusionsschülerinnen fühlen sich bei uns wohl, entwickeln sich positiv und tragen spürbar zu einem sozialen, offenen Klassenklima bei.

Auch Bildungssenatorin Frau Günther-Wünsch und Frau Jarling von der Spandauer Schulaufsicht befürworten ausdrücklich unseren Ansatz – und das macht uns besonders stolz.

Frau Mennekes (rechts im Bild), Klassenlehrerin der Inklusionsklasse 8f, begrüßt die Bildungssenatorin Günther-Wünsch (Mitte) und die Leiterin der Schulaufsicht Spandau Frau Jarling. Bei dieser Gelegenheit nannte die Senatorin die sonderpädagogischen Aktivitäten des HCG ein „Leuchtturm-Projekt“. (2024)


Margot Friedländer – für ihre Werte stehen wir

Unsere Namensgeberin hat unseren inklusiven Ansatz sehr geschätzt. Menschlichkeit und die bedingungslose Akzeptanz des Gegenübers waren ihre zentralen Werte. Wir freuen uns sehr, unsere Arbeit auch im Sinne Margot Friedländers weiterführen zu können und freuen uns auf das neue Schuljahr 2026/2027.

Neugierig geworden?
Dann kommen Sie doch gerne baldmöglich vorbei!
Am Tag der offenen Tür im November 2026 zeigen wir, wie Inklusion bei uns gelebt wird – mit allem, was dazugehört: Begeisterung, Herz und Humor.

Fragen? Wir freuen uns über Ihre Nachricht an
barbara.lakmes@schule.berlin.de

B. Lakmes

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Fotos: Heun; Diko-Watzke (1)